Mitglieder

Prof. Dr. Hartmut Leppins Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Gebiet der politischen Ideengeschichte der Antike sowie der Geschichte der Spätantike. Im Rahmen des Koselleck-Projektes arbeitet er an mehreren Aufsätzen einerseits zu theoretischen Konzeptionen von Christianisierung (etwa zu systemtheoretischen Ansätzen), andererseits an Fallstudien (z.B. Panegyriken auf Anastasios I.). Zudem schreibt er ein Buch über Lebensformen des antiken Christentums. Hartmut Leppin ist Principal Investigator des Exzellenzcluster Herausbildung normativer Ordnungen”, Hauptantragsteller der Graduiertenkollegs „Politische Kommunikation von der Antike bis zur Gegenwart” und „Theologie als Wissenschaft” und Sprecher des Sonderforschungsbereichs „Schwächediskurse und Ressourcenregime“. Er ist Mitglied des Beirats der Historischen Zeitschrift sowie Herausgeber des Jahrbuchs und der Studien Millennium, ferner des Beirats der Antiken Welt, der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik, des Frobenius-Instituts, von Ceraneum (Łódź) sowie des Reallexikons für Antike und Christentum. Für 2015 wurde ihm der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis zugesprochen.

Marius Kalfelis M.A. ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Reinhart Koselleck-Projekt. Sein Promotionsvorhaben mit dem Arbeitstitel „Spectacula in der christlichen Literatur” soll einen Beitrag zur Forschung über christliche Identitäten in der Spätantike leisten. Dabei wird davon ausgegangen, dass es nicht die christliche Position zum Spielewesen gibt, dass vielmehr die polemischen Akzente mancher Schriften an eine größere Bandbreite von Positionierungen denken lassen. Die kritischen Reflexionen über das Spielewesen in der christlichen Literatur, für die Tertullians Schrift De spectaculis das früheste ausführliche Zeugnis darstellt, führt zunächst in den Bereich der für das zweite und dritte Jahrhundert charakteristischen und identitätsstiftenden Auseinandersetzung von Christen mit ihrer paganen Umwelt. Doch auch im christianisierten Reich des vierten, fünften und sechsten Jahrhunderts reißt die christliche Kritik an den spectacula nicht ab: Mindestens beiläufig, bisweilen auch ausführlich setzen sich beinahe alle Kirchenschriftsteller mit dem Thema auseinander, können indes (bis auf wenige Ausnahmen) inhaltlich kaum neue Impulse setzen, obwohl das Spielewesen selbst einem anhaltenden Entwicklungsprozess unterworfen zu sein scheint. Die Dissertation soll die Argumentationsstrukturen analysieren und in diachroner Darstellung beleuchten, in welchem Verhältnis die Kritik zur historischen Entwicklung steht.

Lisa Marie Wichern, Wissenschaftliche Hilfskraft

Sebastian Bauer, Studentische Hilfskraft

Gäste
Prof. Dr. Clifford Ando
(University of Chicago)
Prof. Dr. Rajko Bratož
(University of Ljubljana)
Dr. Julia Hillner
(University of Sheffield)
Dr. Meaghan McEvoy (Oxford University)
Pavel Rubtsov (University of Barnaul)
Seraina Ruprecht
(Universität Bern)
Prof. Dr. Gunnar Seelentag
(Universität Rostock)
PD Dr. Alexander Weiß
(Universität Leipzig)
Prof. Dr. Megan Williams
(San Francisco State University)
Dr. Michael Williams (Maynooth University)

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